Foto: Jürgen Mück
Stell dir vor, du kommst in ein Klassenzimmer – und alles ist anders. Nicht, weil die Sessel neu sind oder die Tafel glänzt. Sondern, weil dort nicht mehr nur gelehrt, sondern wirklich gelernt wird. Weil Künstliche Intelligenz nicht länger Zukunftsmusik ist, sondern zum stärksten Werkzeug wird, das Lehrkräfte je hatten.
Künstliche Intelligenz ist aber nicht als Ersatz für Lehrerinnen und Lehrer gedacht, sondern als Unterstützung, die das Lernen endlich an den Menschen anpasst – nicht umgekehrt.
Genau darum ging es auch am 20. März 2025 beim LAKO-Weitblick, wo ich als Lerncoach und KI-Experte eingeladen war, um zu zeigen, wie moderne Lernprozesse heute aussehen können – und müssen.
Denn das, was dort auf den Tisch kam, war kein netter Impuls für digitale Bildung – es war ein Weckruf für das gesamte Schulsystem. Die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle (LAKO) hat den Rahmen gesetzt, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hat es auf den Punkt gebracht: Künstliche Intelligenz in der Schule ist Realität. Aber: Wer versucht, KI mit einem Mindset aus den 90ern zu kombinieren, wird scheitern.
Aber Technologie alleine reicht nicht. Was wir brauchen, ist ein neues Denken – über Bildung, über Lernen, über die Rolle von Lehrpersonen.
Und genau da kommt Lerncoaching ins Spiel.
Denn Lernen heute funktioniert anders: individuell, interaktiv, eigenverantwortlich.
Die Zeit der endlosen Vorträge, in denen 25 Schüler still sitzen und zuhören, ist vorbei. Wer heute Wissen nachhaltig vermitteln will, braucht Tools, die auf Augenhöhe arbeiten. Und Strukturen, die sich an den Menschen orientieren – nicht an der Uhr.
In meinen Coachings zeige ich genau das:
Wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann, um das Lernen leichter, effizienter und persönlicher zu machen. Wie aus trockenen Inhalten lebendige, verständliche Prozesse werden. Und wie du dein Potenzial entfalten kannst – ganz ohne stundenlanges Pauken.
Lehrer oder Lerncoach?
Wenn du glaubst, dass Lernen noch immer so funktioniert, dass eine Lehrperson vorne steht, den Stoff erklärt und die Schüler einfach nur brav mitschreiben – dann lebst du gedanklich in einem System, das seit Jahrzehnten nicht mehr funktioniert. Denn wer heute Wissen nur weitergibt, wird von YouTube-Videos, Onlinekursen und ChatGPT längst überholt. Die echte Stärke einer Lehrkraft zeigt sich nicht mehr in der Wissensmenge, sondern in der Fähigkeit, Lernprozesse individuell zu begleiten.
Die Rolle der Lehrkraft verändert sich jetzt radikal. Sie ist nicht mehr Wissensverteiler, sondern Lernbegleiter, Lerncoach, Mentorin und Sparringspartner.
Und der Schlüssel dafür liegt in der Kombination aus pädagogischer Kompetenz und technologischer Unterstützung – vor allem durch Künstliche Intelligenz.
Denn stell dir einmal Folgendes vor:
25 Schülerinnen und Schüler lernen gleichzeitig ein Thema – aber nicht auf einem Einheitslevel, sondern auf ihrem persönlichen Niveau. Jeder kann das Thema so erklärt bekommen, wie er es wirklich versteht – mit eigenen Beispielen, eigenen Rückfragen, eigenen Metaphern. Ob aus Games, Serien oder Alltag – die KI liefert Erklärungen in der Sprache der Lernenden. Und wenn sie die Inhalte dann selbst in eigenen Worten wiedergeben, bekommen sie sofort Feedback, ob sie es richtig verstanden haben.
Das ist personalisiertes Lernen auf Knopfdruck.
Und genau hier zeigt sich der wahre Wert von KI im Bildungsbereich:
Sie schafft etwas, was vorher unmöglich war – eine maßgeschneiderte Lernumgebung für jede einzelne Person im Raum.
Kein Mensch könnte das alleine leisten. Es würde 25 Lehrkräfte brauchen, um 25 Schüler gleichzeitig so individuell zu begleiten. Aber mit KI wird genau das möglich – und die Lehrkraft gewinnt dadurch etwas sehr Wertvolles zurück: Zeit.
Zeit, um echte Beziehungen zu den Lernenden aufzubauen.
Zeit, um Orientierung zu geben, zu coachen, zu inspirieren.
Zeit, um nicht mehr alles zu kontrollieren – sondern Menschen zu befähigen.
Denn darum geht es in moderner Bildung:
KI übernimmt das Wiederholbare. Das Technische. Die Basisarbeit.
Menschen übernehmen das Menschliche. Das Pädagogische. Das, was wirklich zählt.
Natürlich wird es auch Lehrpersonen geben, die das nicht wollen. Die lieber weiterhin Frontalunterricht machen, stur ihren Stoff durchziehen und Kontrolle behalten wollen. Aber in einer Schule, die wirklich im 21. Jahrhundert angekommen ist, ist für dieses Denken kein Platz mehr.
Denn am Ende geht es nicht um die Machtposition der Lehrkraft. Es geht um die Lernchancen der Schüler. Und die stehen immer an erster Stelle.
Künstliche Intelligenz ist da: Bist du bereit?
Beim LAKO-Weitblick ging es nicht nur um eine schöne Präsentation oder spannende Zukunftsausblicke. Es war ein direkter Aufruf zum Handeln. Denn wer heute KI sinnvoll in den Lernprozess integriert, sorgt nicht einfach nur für bessere Noten oder effizientere Lernwege – er ermöglicht eine neue Art zu denken, zu lernen und zu wachsen.
Das ist nicht übertrieben – das ist der Kern moderner Bildung. Und genau das habe ich dort deutlich gemacht: Wir stehen an einem Wendepunkt. Entweder wir halten an alten Strukturen fest und verlieren das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler – oder wir öffnen uns für die Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz bietet.
Natürlich gibt es offene Fragen:
Datenschutz. Ethik. Verantwortung.
Und ja, diese Fragen müssen gestellt und beantwortet werden.
Aber genau deshalb gehört das Thema nicht auf Eis gelegt.
Es gehört mitten in den Unterricht.
Denn was wäre sinnvoller, als genau jene Kompetenzen zu fördern, die junge Menschen in einer von KI geprägten Welt wirklich brauchen?
Kritisches Denken. Eigenständige Wissensverarbeitung. Der reflektierte Umgang mit Technologie.
Deshalb braucht es jetzt Lehrkräfte – und Lerncoaches – die nicht aus Angst vor Veränderung stehen bleiben, sondern sich bewusst dafür entscheiden, Teil dieser Entwicklung zu sein.
Es geht nicht um „Mensch oder Maschine“.
Es geht darum, wie wir als Menschen Maschinen klug einsetzen, um Lernen menschlicher zu machen.
Denn wenn Technologie das übernimmt, was automatisierbar ist – bleibt endlich Raum für das, was wirklich zählt: Beziehung, Begleitung, Persönlichkeit. Und genau dafür stehe ich mit meiner Arbeit – ob als Lerncoach in Wien, online oder bei Veranstaltungen wie dem LAKO-Weitblick.
Du willst sehen, wie dieser Wandel in der Praxis aussieht? Dann schau dir hier die Aufzeichnung der Veranstaltung an (Hinweis: bis 12:40 gab es Tonprobleme im Livestream):
👉 www.youtube.com/live/pM5u863AgXM
Ein großes Dankeschön geht an Petra Kaupil und Jürgen Mück für die großartige Organisation und Koordination – und an alle, die verstanden haben:
Die Zukunft des Lernens beginnt jetzt!
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