4 September, 2021

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Wenn du mich heute bei Vorträgen, Trainings oder sogar im Fernsehen siehst, würdest du vermutlich nicht glauben, dass ich früher extreme Präsentations- und Prüfungsangst hatte. Ich weiß wie quälend die Nervosität selbst Wochen vor der Prüfung sein kann. Deshalb biete ich ein Prüfungsangst Coaching an, in dem du lernst, selbstbewusst und ruhig auf Prüfungen zuzugehen.

Meine Geschichte

Während meiner Schulzeit war ich alles andere als ein guter Schüler. Dementsprechend stressten mich Tests und Schularbeiten immer. Später im Studium wurde daraus eine ausgewachsene Angst.
Es wurde so schlimm, dass ich keine Seminare besuchte, bei denen es mündliche Prüfungen gab oder bei denen man sonst irgendwann etwas sagen musste. Mein Studium bestand also vorwiegend aus Vorlesungen. Hin und wieder absolvierte ich dann auch eine schriftliche Prüfung – meisten meldete ich mich aber kurz vorher ab.

Meine Präsentations- und Prüfungsangst kostet mich also viel Zeit und Nerven. Daher beschäftigte ich mich die kommenden Jahre damit diese zu bekämpfen. Leider wählte ich den langen und anstrengenden Weg: Über Bücher und Blog-Artikel zum Thema Ängste.
So gut gemeint diese Bücher und Blog-Beiträge auch sind, so wenig wirksam sind sie meistens. Das liegt daran, dass man es zumindest einmal selbst erlebt haben sollte, wie man Ängste in kurzer Zeit verändern kann. Das aus einem Buch zu „erleben“ ist leider äußerst schwierig. Ich habe selbst über 3 Jahre dafür gebraucht und es erst nach mehreren Ausbildungen (u.a. zum NLP Practitioner und Lernberater) wirklich verstanden.

Heute stellen mündliche Prüfungen und Präsentationen kein Problem mehr für mich dar. Im Gegenteil, ich suche sogar neue Herausforderungen. Erst im Sommer 2021 bin ich daher im Fernsehen aufgetreten – das wäre vor 5 Jahren noch unmöglich für mich gewesen.

Und natürlich gebe ich meine Erfahrungen in meinem Prüfungsangst Coaching gerne weiter!

Prüfungsangst erkennen

Der erste Schritt gegen Prüfungsangst, ist diese zu erkennen. Die Anzeichen sind dabei relativ eindeutig:

  • Du fühlst Unruhe und Nervosität vor Prüfungen – hingegen Erleichterung, wenn du dich abmeldest
  • Du hast bei Prüfungen regelmäßig Blackouts, obwohl du den Stoff eigentlich kannst
  • Du schläfst schlecht vor Prüfungen
  • Du hast vor Prüfungen keinen Hunger bzw. ist dir sogar schlecht
  • Du vermeidest Prüfungen allgemein
  • Du bist vor und während Prüfungen ständig müde

Auch das Aufschieben ohne Unruhegefühl kann eine Art Prüfungsangst sein. Dabei steht dann der eigene Perfektionismus dem Prüfungsantritt im Weg. Die dahinterliegende Angst ist die Angst vor Fehlern und vor dem Versagen.

Wie entsteht Prüfungsangst?

Grundsätzlich unterscheidet sich die Art und Weise wie wir lernen nicht sehr von der Art wie Tiere lernen. Das gilt vor allem für unser Verhalten und unser Selbstbild. Denn hier kommt das uralte Lernsystem von Trial-and-Error ins Spiel.

Das bedeutet, dass Kinder (und eigentlich auch Erwachsene) tatsächlich durch einfaches Ausprobieren lernen und Ergebnisse erzielen: Schokolade essen – toll! Greifen Sie nach dem heißen Herd – nicht cool…

Dies ist vergleichbar mit dem Selbstbild einer Person. Wenn deine Leistungen anerkannt werden und du Erfolge feierst, wirst du dich wohl fühlen und es genießen. Umgekehrt wird es dir schwerfallen, dich selbstbewusst zu fühlen, wenn dein Umfeld dir negatives Feedback gibt. Das Problem ist, dass du es irgendwann selbst glaubst. Ähnlich wie bei der Bestätigung wird sich die Wiederholung in das Unterbewusstsein einprägen.

Der Affenversuche oder Die Entstehung von Glaubenssätzen

Experimente an Affen zeigen dieses Phänomen sehr gut. Auch bei diesem Versuch geht es eher um die Entstehung von Glaubenssätzen.

Kurze Zusammenfassung: Für eine Gruppe Affen wurde am Ende einer Leiter eine Banane platziert. Sobald einer der Affen die Banane holen wollte, wurden er mit kaltem Wasser übergossen. Die Affen erkannten das System schnell und hatten Angst, nach Bananen zu greifen. Sobald kein Affe mehr nach der Banane griff, entfernten die Testleiter den Kaltwasserteil. Würde nun einer der Affen also die Banane nehmen, hätte das eigentlich keine negativen Auswirkungen mehr für ihn.
Nach und nach wurden die Affen dann ausgetauscht, bis keiner der ursprünglichen Affen mehr übrig war. Am Ende des Experiments wussten alle Affen, dass die Banane am Ende der Leiter nichts für sie war – das hatten sie von den anderen „alten“ Affen gelernt (auch durch verrückte Schreie und Gewalt). Keiner der Affen wusste jedoch warum das so war – denn die späteren Affen hatten nie das kalte Wasser abbekommen.

Der einzige Grund, der Affen von leckeren Bananen fernhielt, war das Verhalten, das ihnen die „alten“ Affen beigebracht hatten. Gleichzeitig hätten sie problemlos die Banane bekommen können.

Bei deiner Prüfungsangst ist es ähnlich. Irgendwann hast du von deinem Umfeld (LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern usw.) gelernt, dass eine Prüfung etwas Negatives ist, vor dem du Angst haben solltest. Dabei haben es dieses Meschen möglicherweise gar nicht böse gemeint – sie wussten es selbst nicht besser (wie die Affen in dem Versuch).

Das ist mir während der Schulzeit zum Beispiel in Mathematik passiert. Obwohl ich bis zur vierten Klasse des Gymnasiums gut in Mathe war, ließen mich die schlechten Noten in der fünften Klasse glauben, dass ich von diesen Dingen eigentlich nichts wusste. Innerhalb eines Jahres änderten sich meine Überzeugungen von gut zu schlecht. Und sobald ich überzeugt war, dass ich in Mathe nicht gut bin, lernte ich auch entsprechend schlecht. Ich hatte damals leider kein Prüfungsangst Coaching und so begann der Teufelskreis des Scheiterns…

Entscheidend ist an dieser Stelle, dass du deine Prüfungsangst nun selbst in die Hand nimmst und etwas dagegen tust! Oder möchtest du dein Leben davon einschränken lassen? Nur weil du einmal gescheitert bist, bedeutet das noch gar nichts – es kommt immer darauf an, was du draus machst! Das positive Mindset dafür lernst du z.B. im Prüfungsangst Coaching.

Teufelskreis des Scheiterns

Scheitern ist überhaupt kein Problem, denn es gehört zum Leben und Lernen dazu. Wenn du einen Fehler machen, weißt du es beim nächsten Mal besser. Wenn jemand behauptet, dass er nie Rückschläge erlitten hat, dann redet er wahrscheinlich Unsinn (oder setzt sich seine Ziele so klein wie möglich). Wenn aber die Menschen in deiner Umgebung Scheitern zu einem Problem machen, dann wird das Scheitern leider tatsächlich zu einem Problem. Unglücklicherweise passiert das in unserer Gesellschaft ständig.

„Ob du denkst du kannst es oder du denkst du kannst es nicht – du wirst Recht behalten“

Henry Ford

Negatives Feedback verringert deine Motivation und dein Vertrauen in dich selbst. Dies wiederum verringert deine Leistungs- und Lernerfolgsquote und du wirst bald denken, dass du zu dumm bist. Irgendwann gibst du dann auf – und das ist eigentlich der einzige Weg wirklich zu scheitern.

Es ist schwierig, diese Negativspirale loszuwerden. Schließlich wirst du bei jedem neuen Versuch denken, dass es dir sowieso nicht gelingen wird. Und dann wird es dir auch nicht gelingen.

Deine Erwartungen werden wahr, denn:

  1. Die eingesetzte Energie hängt von der Erwartungshaltung ab
  2. Du wirst die Ergebnisse immer aus der Perspektive sehen, die du erwartest

Im Grunde bedeutet es, dass man bei einem negativen Selbstbild schnell aufgibt und die guten Ergebnisse nicht einmal zu schätzen weiß („das war doch nur Glück“, „das war trotzdem nicht gut“).

Prüfungsangst Coaching für innere Ruge und Gelassenheit

Wie also aus dem negativen Affenkäfig herauskommen? Um dies zu tun, musst du deine Überzeugungen ändern. Du kannst das neue Selbstbild lernen, wie du das alte Selbstbild gelernt hast.

Was du jetzt schon tun kannst

Auch wenn es nicht einfach ist, es von einem Blog-Beitrag zu lernen, kannst du jetzt schon beginnen deine Ängste zu vermindern. Folgendes empfehle ich für den Anfang:

Positive Erfahrungen

Natürlich werden deine Überzeugungen am leichtesten durch widersprüchliche Erfahrungen erschüttert. Wenn also ein Affe plötzlich die Banane aus dem oben beschriebenen Affenkäfig holt und nichts passiert, dann werden sich andere fragen, warum das eigentlich verboten ist. Ebenso wirst du dich fragen, warum du so schlecht über dich selbst denkst, wenn du die Dinge eh geregelt kriegst.

Überlege dir also, welche positiven Erfahrungen du in deinem Bereich bereits gemacht hast.

Leider geht es wie immer in beide Richtungen, wie meine Erfahrung in der Mathematik gezeigt hat. Achte daher immer darauf, welche Erfahrung du als Referenz für dich und deine Fähigkeiten nutzt.

Visualisierungen

Wenn es im Moment schwierig ist, eine positive Erfahrung zu machen (was normalerweise der Fall ist, sonst hättest du da keine Probleme), dann kannst du sie mental erleben. Interessanterweise kann dein Unterbewusstsein eine gut ausgearbeitete Visualisierung nicht von einem realen Ereignis unterscheiden.

Affirmationen

Nicht zuletzt kannst du positives Selbst-Feedback, also Affirmation, nutzen, um dein Unterbewusstsein in eine positive Richtung zu lenken. Am wichtigsten dabei ist, dass Wiederholungen und lautes Sprechen einen großen Einfluss auf dein Selbstbild haben können – schließlich glauben wir etwas eher, wenn wir es laut aussprechen.

Das Prüfungsangst Coaching

Sollten diese Tools für dich nicht ausreichen, dann kannst du gerne zu mir ins Coaching kommen. Ich habe meine eigene Prüfungsangst komplett ablegen können und auch SchülerInnen und StudentInnen helfen können, das selbst zu tun.

Und das geht oft schneller als du denkst. Unser Gehirn arbeitet und lernt schnell. Manchmal reicht eine einzige Erfahrung aus, um deine Sicht auf die Dinge komplett zu verändern und deine Angst zu lösen.

Also melde dich bei mir und wir sprechen über dein Thema. Damit du deine Prüfungsangst überwinden und deine Ausbildung entspannt genießen kannst!

Du kannst bei meinem Lerncoaching vor Ort in Wien oder auch online teilnehmen!

Mit Lerncoaching in Wien und online die Prüfungsangst überwinden

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